Atopie: Atopie ist eine persönliche oder familiäre Veranlagung, nach Kontakt mit kleinen Mengen von Allergenen Antikörper zu produzieren. Atopie ist keine Krankheit, sondern die Bereitschaft zur Entwicklung allergischer Symptome.
Allergie: Allergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch immunologische Mechanismen ausgelöst werden, in der Mehrzahl der Fälle durch Antikörper vom IgE-Typ. Man spricht dann davon, dass der Betroffene an einer IgE-vermittelten Allergie leidet.
Allergen: Allergene sind (meist) harmlose Substanzen unserer Umwelt, die bei sensibilisierten Personen mit den IgE-Antikörpern reagieren und in der Folge eine allergische Reaktion auslösen. Allergene sind in der überwiegenden Zahl Proteine.
Atopische Krankheiten: Zu den atopischen Krankheiten gehören die atopische Dermatitis (Neurodermitis), Asthma bronchiale, Heuschnupfen und ganzjähriger allergischer Schnupfen.
Hyposensibilisierung (Desensibilisierung, spezifische Immuntherapie): Dabei werden krankheitsauslösende Allergene in steigender Dosierung ins Fettgewebe des Oberarmes gespritzt. Ziel ist, einen immunologischen Schutz aufzubauen, der weitere allergische Reaktionen nach Kontakt mit dem betreffenden Allergen verhindert.
Primärprävention: Massnahmen, die darauf abzielen, bei familiär vorbelasteten Risikopersonen das Auftreten einer Sensibilisierung oder den Beginn einer Allergiekarriere zu verhindern.
Sekundärprävention: Empfohlene Massnahmen bei bereits sensibilisierten Patienten mit dem Ziel, das Auftreten allergischer Krankheits-Symptome zu verhindern respektive einzudämmen. Dabei soll auch das Fortschreiten der Krankheit mit Auftreten neuer Allergien verhindert werden.
Sensibilisierung: Sensibilisierung beschreibt den Nachweis von IgE-Antikörpern gegen einzelne Allergene. Dieser Nachweis erfolgt im Hauttest oder in einer Blutuntersuchung. Sensibilisierung bedeutet nicht Allergie, d.h. es müssen keine allergischen Krankheitssymptome vorhanden sein.
Häufigkeit atopischer Krankheiten im Kindesalter
Die Zahlen basieren auf der Gesamtheit der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz.
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1. |
Atopische Dermatitis (Atopisches Ekzem, Neurodermitis): |
13 – 16 % |
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2. |
Asthma bronchiale: |
6 – 7 % |
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3. |
Heuschnupfen: Grösste Häufigkeit im Jugendalter |
14 – 20 % |
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